Cannes war früher ein kleines Fischerdorf mit dem Namen Portus Canis, das am Golfe de la Napoule lag. Auf dem Mont Chevallier (Anhöhe über den Hafen) sind noch einige Reste der Stadtmauer, der Wachturm Tour de Suquet aus dem 14. Jh., die Wallfahrtskirche Notre-Dame-de l’Espérance aus dem 17. Jh. und das Musée de la Castre (Di-So Apr./Mai/Sept. 10:00 – 13:00, 14:00 – 18:00, Juni-Aug. 10:00 – 13:00, 15:00 – 19:00, Okt. – März 10:00 – 13:00, 14:00 – 17:00), das zwei Sammlungen des holländischen Barons Lycklama beherbergt, erhalten.
Bekannt wurde das damals noch sardische Cannes durch Lord Brougham, der 1834 mit seiner kränklichen Tochter in Cannes Notunterschlupf fand, da er nach Frankreich aufgrund der Cholera nicht einreisen durfte. Ihm gefiel die Gegend und das Klima so gut, dass er hier sich eine Villa bauen ließ und seinen Aristokratenfreunden nahe legte, sich auch hier niederzulassen. 1870 war Cannes der bevorzugte Winterkurort des Hochadels.
Die Altstadt „Le Suquet“ mit seinen engen und verschachtelten Gassen erinnert stark an ligurische Städte.
Die Neustadt, erstreckt sich entlang des Golfes de la Napoules. Genau in der Mitte liegen der Hafen und der Palais des Festivals. Hier finden im Mai die alljährlichen Filmfestspiele statt. Cannes kann sich dann vor lauter Prominenz nicht mehr retten!