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Albisola


Albenga war eine bedeutende römische Stadt und wurde im 9. Jh. Hauptstadt der Arduinischen Mark sowie wichtiger Bischofssitz. Im 11. Jh. nahm Albenga als freie Stadt am ersten Kreuzzug teil und begründete so seinen Reichtum der kommenden Jahrhunderte. Auch wenn sie 1251 von Genua unterworfen wurde, so blieb die Stadt in kultureller und wirtschaftlicher Blüte.

Die Piazza San Michele ist das Zentrum des bürgerlichen Lebens von Albenga. Hier befindet sich der zwischen Mittelalter und Renaissancezeit erbaute Palazzo Peloso Cepolla mit einem Eckturm aus dem 13. Jh., das Rathaus mit em Häuserturm der Familie Malasemenza und der alte Rathauspalast mit Turm. Wunderschön ist auch die römisch- gotische Kathedrale San Michele sowie das frühchristliche Baptisteriumaus dem 5. Jh. Dort befindet sich ein der Heiligen Dreifaltigkeit und den Aposteln gewidmetes Mosaik, eins der zwei einzigen in Norditalien im byzantinischem Stil erhaltenen.

Albenga birgt seine Schätze in einigen sehenswerten Museen. Das Internationale Institut für Ligurische Studien verwaltet das Stadtmuseum (Civico Museo Ingauno) mit seinen archäologischen Fundstücken aus der Römerzeit und dem Mittelalter. An dieses schließt sich das Baptisterium an, eine von außen zehn-, von innen achteckige Taufkirche. Das Museum ist im alten Rathauspalais untergebracht.

Im Römischen Schiffahrts museum im Palazzo Peloso-Cepolla befinden sich Fundstücke von dem größten bisher bekannten Schiffswrack. Doch sind in diesem Museum nicht nur alte Schiffe zu bestaunen sondern auch Stücke aus der alten Keramikmanufaktur von Albissola. Das Museum für Frühgeschichte versammelt dagegen Materialien und Fundstücke aus den Höhlen des Pennavaira-Tals. Kodizees der katholischen Lithurgie, Wandteppiche, Freskenmalerei und bedeutende Gemälde sind die Aushängeschilder des Diözesanmuseums im Bischofspalast. Und nicht zu vergessen, die ständige Ausstellung des Olivenanbaus, die in einer noch aktiven Olivenmühle zu sehen ist.

Albenga steht aber auch für unbeschwerten Ferienspaß. Die Uferpromenade säumt ein Strand der auch bei Tauchern wegen seiner Untiefen beliebt ist. Eben an diesem Strand kann man Schiffswracks explorieren. Der öffentliche Park an der Centa-Mündung ist ideal um sich verschiedenste Vogelarten anzusehen, denn dort sind riesige Vogelkolonien ansässig. Via Italia und Via dei Mille sind dagegen mit ihren Geschäften und Cafes die angesagten Straßen für einen gemütlichen Schaufensterbummel.

Das römische "Albium Ingaunum" wurde im 2. Jahrhundert v.Chr. an der Stelle eines befestigten Dorfes des ligurischen Volksstammes der Ingauni errichtet. Die Küstenebene von Albenga mit dem Fluss Centa (gebildet durch den Zusammenfluss von Arroscia und Neva) ist einzigartig in Ligurien, denn diese große Anbaufläche am Meer besitzt eine gute Anbindung an das Hinterland und in das Piemont. Während der Römerzeit waren Albenga zusammen mit Ventimiglia die wichtigsten Orte des westlichen Liguriens, hier wurde auch der Kaiser Pertinace geboren. Der mittelalterliche Ortskern wurde harmonisch in die römische Siedlung eingefügt und es ist schwierig, an Hand der Mauern und der ältesten Gebäude den Wandel der verschiedenen Epochen zu unterscheiden.

Außerhalb der Stadtmauer am Flussbett des Centa wurden die Reste von Thermalbädern, Aquädukten und eine römische Grabstätte gefunden. Zu sehen sind auch noch die Überreste des Amphitheaters aus dem 2. Jahrhundert v.Chr. im Herzen der mittelalterlichen Siedlung. Sehenswert sind der Monumentalkomplex mit den drei Türmen der Kathedrale von San Michele (erbaut auf einem vorchristlichen Tempel im 13. Jahrhundert mit der danebenliegenden Taufkirche mit einem zehneckigem Grundriss), das Palazzo Vecchio der Stadt (aus dem 14. Jahrhundert, heute Sitz des Stadtmuseums Ingauno) sowie das Haus der Malasemenza (14. Jahrhundert, Sitz der heutigen Stadtverwaltung). Daneben gibt es noch zahlreiche weitere historische Palazzi, Turmhäuser und religiöse Gebäude, die zusammen einen der interessantesten und kompaktesten Altstadtkerne in Ligurien bilden.

Neben dem archäologischen Rundgang auf der Via Julia Augusta, der an der Kirche San Martino beginnt und bis nach Santa Croce di Alassio führt gibt es zahlreiche Wanderwege durch die mediterrane Macchia an der Küste und die Hügel am Meer zu den Ortsteilen Casa Bianca, Salea, La Colombera, Campo Chiesa und hinauf zum Monte Bignone (300 m). Der Meeresgrund ist mit Untiefen und einigen Wracks in der Nähe der Küste sehr gut geeignet für Tauchgänge. Ein typisch lokales Gericht auf der Basis von Artischocken ist die Imbrogliata di carciofi. Auf den Weinbergen werden die Weinsorten Pigato, Vermentino und Rossese produziert.



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