Abwechslung, Ruhe und kulinarische Genüsse
Italienreise vom 10.07. bis zum 17.07.2010 – Unser Urlaub in Gazzelli
Von: Jan Siebert
Wir sind 3 Jugendliche im Alter von 24 – 28 Jahren und haben uns sehr kurzfristig entschlossen, dieses Jahr unseren Urlaub an der Ligurischen Küste zu verbringen
Unsere Planungen gingen eigentlich eher in Richtung Rhodos, aber da der Urlaub
(ähnlich wie Weihnachten oder Geburtstage) plötzlich vor der Tür stand, war unsere Spontaneität und Flexibilität gefragt. Da zwei von uns aus Bayern kommen, lag es nahe, unseren Urlaub in Italien und vorzugsweise an der Ligurischen Küste zu verbringen. So war es dann auch mehr eine - aufgrund der mangelnden Angebote- „gezwungene“ Entscheidung,
im Casa La Vigna in Gazzelli Urlaub zu machen. Aber das Schicksal sollte es gut mit uns meinen...
Die Anreise
Unsere Anreise erfolgte von einem Kurzaufenthalt zuvor in Goldrain (Südtirol) am Samstag, den 10.07.2010 über Bozen, Piacenzia und Genua.
Um Maut zu sparen und etwas von der tollen Gegend zu sehen, sind wir größtenteils über Landstraßen angereist. Auf den engen und kurvenreichen Bergstraßen hatte unser Fahrer sichtlich Spaß, die Beifahrer holten allerdings schon nach kurzer zeit die Kaugummis aus der Tasche.
Das Panorama war jedoch einzigartig und wer schon den Weg als Ziel sieht, dem sei die Anreise über die kleinen Passstraßen wärmstens empfohlen. Viele kleine Bergdörfer mit nostalgischem Charme betten sich in die Landschaft, Flüsse schlängeln sich durch die Täler und links und rechts das Alpmassiv.
Auch Motorradfahrer haben hier sicherlich jede Menge Fahrspaß. Mann sollte allerdings genug Zeit einplanen, denn auch ohne viele Pausen haben wir fast 11 Stunden gebraucht, bevor wir um kurz nach 22 Uhr in Gazzelli ankamen.
Unsere Ferienwohnung La Vigna3
Der erste Eindruck von La Vigna war super! Die Ferienanlage liegt in dem kleinen Bergdorf
Gazzelli, nicht weit von Imperia, umgeben von zahlreichen Weinfeldern und Olivenplantagen.
Die Anlage selbst ist sehr gepflegt und die Größe des Pools täuschte auf den Bildern der Homepage nicht – er erlaubt mehr als 5 Armzüge pro Bahn…
Unsere Wohnung selbst hat uns ebenfalls überzeugt. Sie ist sehr gepflegt. Die Küche verfügt über eine hochwertige Küchenzeile mitsamt Gasherd sowie einen großen Kühlschrank mit Eisfach. Das Bad mit Dusche, Waschbecken, WC, und Bidet sowie Waschmaschine lässt ebenfalls keine Wünsche offen.
Das Elternschlafzimmer mit Doppelbett und großem Kleiderschrank ist großräumig und zweckdienlich. Das einzige kleine Manko war die Schlafcouch in der Küche. Diese ist zum schlafen etwas unbequem und für große Personen definitiv zu kurz ( ich definiere mich dabei mit meinen 1,73m schon als große Person ;-)
Unsere Vermieter
Unsere Vermieter, man kann sie fast schon Gastgeber nennen, wohnten mit in dem Ferienhaus. Sie waren absolut herzlich und trotz aller Sprachprobleme immer zuvorkommend und hilfsbereit. So bedurfte es lediglich einer kurzen Absprache, um den Grill, die Tischtennisplatte oder den Kicker auf der Anlage mitzubenutzen.
Schon bei unserer Ankunft hatten Sie eine Obstschale mit eigenen Früchten als Willkommensgruß bereitgestellt und später bekamen wir sogar eine Flasche selbstgemachten Rotwein von ihnen. Noch weitere Obstgeschenke folgten im laufe der Woche.
Auch ihr Hund war wohlerzogen und gesellig. So war er des öfteren Gast bei unseren Grillabenden.
Umgebung
Unser Ferienort Gazzelli hat dagegen nicht viel zu bieten außer einer Kirche und ein paar vereinzelten Häuschen. Selbst einen kleinen Supermarkt für frische Brötchen sucht man hier vergebens. Dafür erlebt man allerdings absolute Ruhe, Entspannung und das Zirpen der Grillen, was das Flair eines Urlaubes im Süden schließlich ausmacht.
Auch die italienische Kultur haben wir ganz anders wahrgenommen als in großen Tourismuszentren. So ist zwischen 12 und 16 Uhr Siesta, die Bevölkerung döst in Parks und Grünanlagen und eine Gruppe von Senioren trifft sich zum Boulen oder Kartenspielen.
Unsere Vermieter
Am ersten Urlaubstag sprangen wir nach dem Frühstück sofort in den Pool, bevor wir die nähere Umgebung mit Imperia und Port de Maurizio erkundeten.
Dabei erwiesen sich die Parkplatzsuche, der italienische Fahrstil und die Hitze als echte Prüfungen.
Den Abend haben wir fürstlich mit Bier und Zigarre am Pool ausklingen lassen So lässt es sich leben!
Am zweiten Tag sind wir nach Diana Marina gefahren. Zuvor hatten wir in den Unterlagen von Blumenriviera gelesen, dass es dort einen Rollerverleih geben sollte.
Nachdem wir 3 Stunden in praller Hitze gewartet hatten, da wir die „Siesta“ völlig außer Acht ließen, mussten wir leider feststellen, dass diese Info bereits veraltet war und der Händler nur noch verkauft, nicht aber verleiht. Ähnlich sollte es uns mit den anderen Adressen von der Liste gehen.
Immerhin hatten wir in der Zwischenzeit eine Touristinformation gefunden, die uns kostenlos mit Prospekten und Kartenmaterial versorgt hat.
Am dritten Tag haben wir eine Tagestour nach Dolcedo und San Remo gemacht.
Die ligurische Küste ist wirklich wunderschön. Das Meer war zu dieser Jahreszeit so warm, dass es kaum eine Abkühlung brachte und es war leider auch nur sehr niedriger Wellengang, doch was ist Italien ohne ein Bad im Salzwasser?
Natürlich merkt man San Remo an, dass es Anziehungspunkt der Reichen und Touristen ist, doch es ist allemal sehenswert. Wer dort ungestört baden will, sollte sich jedoch ein Plätzchen außerhalb der Stadt suchen, denn die wenigen Sandstrände für Touristen sind schnell bevölkert.
Am vierten Tag wollten wir uns eigentlich Roller leihen und eine Bergtour durch das Nerviatal machen. Aufgrund mangelnder Zweiradpraxis und in Anbetracht der italienischen Fahrweise, haben wir jedoch beschlossen, die Tour lieber auf 4 Rädern mit Knautschzone zu bestreiten.
Unser erster Halt war der Naturpark San Romolo. Danach ging es auf engen und holprigen Straßen hoch zum Monte Ceppo auf 1600 Meter, bevor wir vorbei an Pigna durch´s Nervia-Tal zurück bis Ventimiglia gefahren sind.
Diese Tour ist absolut empfehlenswert. Wer die Möglichkeit und den Mumm hat, der möge sie gern auch mit dem Motorrad abfahren.
Wir hingegen haben sie auch im Auto genossen und die Anstiege wären für jeden 50ccm Roller wohl auch eine Qual gewesen.
Am fünften Tag wollten wir nach Cerealie in den Parco Aquatico. Dies schien uns angesichts der Hitze eine wohltuende Alternative zu den „Städtetouren“.
Dies dachten sich jedoch außer uns noch geschätzte 1000 Personen. Der Aquapark platzte aus allen Nähten und so beschlossen wir, doch lieber im Meer zu baden.
Anschließend fuhren wir zum Shoppen nach Albenga. Natürlich stand auch Sightseeing auf unserem Programm.
Albenga hat eine wunderschöne Altstadt mit kleinen Gässchen und historischen Bauten.
Ein Besuch ist absolut lohnenswert!
Am sechsten und eigentlich letzten Urlaubstag haben wir dem Nichtstun gefrönt und die Vorzüge unserer Ferienwohnung genossen. Das heißt wir waren im Pool, haben gekickert und Tischtennis gespielt. Nachmittags haben wir noch mal einen Spaziergang durch Port de Maurizio gemacht und später (wie soll es anders sein) Pizza gegessen.
Den letzten Abend haben wir romantisch auf einer Mole im Meer verbracht und den Sonnenuntergang über Imperia genossen.
Urlaubsfazit
Das Résumé unseres Urlaubes fällt bei uns allen dreien sehr positiv aus. Jederzeit würden wir diesen Urlaub wiederholen. Die Unterkunft war super, die Gegend in Ligurien mitsamt ihres Küstenstreifens ist traumhaft und auch das Wetter war auf unserer Seite.
Natürlich ist eine Woche zu kurz, um alles gesehen zu haben und einige Wünsche wie beispielsweise Monaco, Cinque Terre oder Carrara müssen wir uns zu einem späteren Zeitpunkt wohl noch mal erfüllen.
Aber nächstes Jahr sind wir ja vielleicht früher mit unserer Urlaubsplanung, denn Rhodos hat ja auch eine tolle Gegend zu bieten...
Hier noch ein paar Fakten und persönliche Anekdoten aus unseren Erfahrungen
1. Ja, Italiener haben einen rasanten und anarchistischen Fahrstil (meistens geht jedoch alles gut)
2. Die Beschilderung ist manchmal verwirrend, auf das nötigste beschränkt und manchmal nicht mal das
3. Das hausgemachte italienische Eis ist wirklich das Beste. Man beachte nur in einigen Eisdielen den Nummern-Ticketautomat (in Deutschland aus Behörden bestens bekannt)
4. Es gibt mittlerweile Italiener, die den neuen, technisch versierten deutschen Fußball loben (Wir waren ja kurz nach der WM zu Gast in Italien)
5. Die ligurische Küste IST eine der schönsten Küstenabschnitte
Mit Baby in Ligurien
Von: Bethge, Ines
Der erste Urlaub am Meer für unsere Tochter Leoni. In Ligurien ist sie acht
Monate alt geworden.
Wir haben uns eine hübsche Ferienwohnung in einem Olivenhain gemietet: Ca
Gianca 2 - Diano San Pietro (Besta) - Imperia.
Wichtig war uns der Balkon mit Blick über das Diano San Pietro Tal bis hin
auf das Meer bei Diano Marina und der Garten. Denn mit Baby war uns klar,
dass wir abends über den Schlaf von Leoni wachen werden, konnten aber so
gemütlich bei einem Glas vino rosso unter dem ligurischen Sternenhimmel
sitzen.
Während wir morgens gefrühstückt haben, lag Leoni auf einer Decke
bei uns und hat mit den Tausendfüsslern gespielt - wir mussten nur
aufpassen, dass sie die Krabbeltiere nicht isst.
Das Wetter war prima sommerlich warm, obwohl wir erst Mitte September Urlaub
machen konnten. Leoni hatte viel Spass beim Bad im salzigen Meer und beim
Spiel am Strand. Damit unser Baby nicht in der schönen Sonne gegrillt wird,
haben wir immer tagsüber einen Ausflug ins Hinterland gemacht und sind immer
erst abends ans Meer gefahren.
So waren wir in der mittelalterlichen Hexenstadt Triora, wo wir auch sehr
lecker mittags gegessen haben. Dann waren wir bei Roccheta Nervina, hier
gibt es einen Flusslauf mit vielen Gumpen. Wenn man etwas entlang des
Flusses wandert kommt man zu einem wunderschönen ausgespülten Becken, das
zum Baden einlädt. Es werden auch Canyoning-Touren angeboten.
Einmal haben
wir einen Tagesausflug zu den Cinque Terre gemacht. Sehr hübsch, wie die
fünf kleinen Fischerdörfer an den Klippen hochklettern. Von Manarola nach
Riomaggiore sind wir auf der kinderwagentauglichen "Via dell'Amore"
gelaufen. Auch in das Arrosciatal sind wir gefahren, um die Wasserfälle zu
besuchen. Die waren natürlich im Herbst nicht so gewaltig, wie im Frühjahr,
dafür hatten wir bei unserem Abstecher in den Buchenwald von Rezzo ein
prächtiges herbstliches Farbenspiel.
Es war ein ganz herrlicher Urlaub! Ligurien bietet für jeden etwas:
Badespass am Meer, sowie Wandern und Besichtigungen in den verschiedenen
Tälern des Hinterlandes. Zwischendurch kann man sich überall mit den
heimischen Köstlichkeiten stärken.
Und es stimmt: Italiener sind wahnsinnig Kinderfreundlich.
Immer wenn wir
irgendwo hinkamen ist sofort ein netter Mensch auf sie zugestürmt, hat auf
sie eingequasselt und an ihr herumgezupft. Das Einzige was wir verstanden
haben war "Che bella!" und "Ciao Bimba!" - Leoni hat's mit freudigem
Gequitsche gefallen.
Wenn die Leoni größer ist müssen wir wieder hinfahren, dann kann sie alles
selber ohne Kinderwagen oder Tragesäckchen erkunden.
Sehr geehrter Herr Cocca,
wir sind mit dem Flugzeug in Nizza gelandet, von dort dauerte es eine
gute Stunde bis wir nach einer abenteuerlichen Fahrt die Piazza von
Torria erreichten. Doch für einen Westfalen sollte das schwierigste
Stück der Straße noch kommen.. Doch als wir auch das "überstanden"
hatten, erwartete uns eine freundliche Wohnung in herrlicher Lage mit
einem grandiosen Ausblick.
Stundenlang saßen wir auf der großen Terrasse
und konnten uns nicht satt sehen: Auf der einen Seite der Blick durchs
Tal bis aufs Wasser des Mittemeeres, auf der anderen Seite die
schneebedeckten Wipfel der Alpen, dazwischen malerische Dörfer wie aus
dem Bilderbuch, Oliven- und andere Bäume, Weinreben, Gemüsegärten,
Trockenmauern, die von zahlreichen Eidechsen (auch denen von der "roten
Liste") und anderem Getier bewohnt werden, schmale Pfade, frei laufende
Ziegen auf dem Berg, viele bunte Blumen. Die Glocke der kleinen Kirche
schlägt die Stunde, Vögel, Kuh- und Ziegenglocken, selbst der Wind und
der Regen (Ja, wir haben auch das seltene Naturereignis des Regens
erleben dürfen) klangen anders als zuhause. Die vielen neuen Gerüche
waren uns fremd, und wer hat schon einen Feigenbaum im Garten.
Die Eindrücke kann ich gar nicht alle wiedergeben. Diese Ruhe, die
Eindrücke ...wir waren wie berauscht.
Aber auch der Ausflug über Colle de San Bartoloeo und von da weiter über
den Pass durch Carpasio zeigte wieder eine andere Landschaft, auch da
diese Ausblicke, dieser steile Anstieg der nahtlos in einen steilen
Abstieg mit ganz anderer Vegetation, ganz anderen Häusern, anderen
Dörfern, anderer Bewirtschaftung übergeht . . . . oder nach Bussana
Vecchia . . . . San Remo . . . .Imperia . . . . Diano Marina . . .
.Monaco . . .
Für einen Westfalen waren allerdings die Fahrstrecken
aufgrund des "besonderen Straßenzustandes" und der "besonderen
Fahrweise" der Einheimischen ziemlich anstrengend. ;-)
Nicht unerwähnt lassen darf ich Milko, den Vermieter, nachdem er uns an
der Piazza mit seinem Roller abgeholt hat, leitete er uns zu der
Wohnung, übergab die Schlüssel, zeigte uns die Wohnung.
Nachdem wir
eingezogen waren, überraschte er uns mit selbstgemachter leckerer
Marmelade und einer Flasche Olivenöl, einige Tage später sogar mit einem
selbstgemachten Kuchen! Bei irgendwelchen Wünschen oder Fragen war er
immer zur Stelle, ja er gab sogar seine Handynummer, damit wir ihn im
Notfall erreichen konnten (der aber Gottseidank nicht eingetreten ist).
War mehr als ich erwartet hatte.
Vielen Dank für diese Eindrücke.
Rainer Nibbeling
Ein unvergesslicher Urlaub
Von: Familie Sanden
liebe familie cocca,
ehrlich gesagt wollten wir ihnen schon nach unserem urlaub ein kleines
dank-mail schreiben, aber der alltag holte uns wieder ein.
schon die idyllische lage der fewo im "centro storico" von
varcavello in mitten der kleinen gässchen ließ unseren urlaub unerwartet
erfreulich beginnen.
sowohl die ausstattung und sauberkeit der wohnung, wie
auch der wunderschöne ausblick ließ uns vom ersten moment an urlaubsgefühle
verspüren.
die freizeitanregungen, die uns bei übergabe der wohnung
empfohlen wurden, konnten wir leider nicht alle wahrnehmen, aber was wir
erlebt haben, bleibt für immer unvergeßlich,
z.b.whalewatching (bild) und der
besuch der cascina rio rocca (bild), wo wir aufs feinste verwöhnt wurden. bei
dieser gelegenheit auch herzliche grüße an rio rocca und seine frau.
wir freuen uns jetzt schon auf unseren nächsten urlaub bei ihnen und hoffen
auf wieder eine sooo schöne unterkunft und betreuung.
herzliche grüße und tausend dank
ilze&jean-marc sanden
Die Eroberung der Olivenriviera
(Text: B. Hartnagel;)
Man kennt das aus Deutschland: Du suchst irgend eine Strasse mit Namen Hugo-
Schneider- Weg oder so und fragst dich, wer zum Himmel ist Hugo Schneider?
Und dann stehst du an der Strassenecke und liest das kleine Schildchen unter
dem Strassennamen: Vorbesitzer des Geländes - ach
so!
Wenn man bei Imperia Ost unter einer dieser Wahnsinnsbetonbrücken der
Autostrada Richtung Gemeinde Dolcedo in die Olivenberge des Fluß-Tales
abbiegt, um einen Flecken namens Bellisimi anzusteuern, erwartet der
leidliche Kenner des Italienischen natürlich eine besonders schöne Ortschaft
-was sich auch durchaus nicht als falsch erweist.
Nach ein paar Tagen in
der Dolcedo-Region weiss man dennoch, dass es viele, viel schönere
Bergdörfer dort gibt. Da haben die Leute von Bellisimi aber Riesenglück
gehabt, dass dies Örtchen nun den Namen der einst reichsten Familie der
Gegend tragen darf.
Signore Bellisimi, Ihr 2-Straßen-Dorf ist nicht die
Perle der Olivenriviera, aber ein prima Start- und Zielpunkt, um abseits
dröhnenden Tourismus und doch so nahe zu den Flanier- und Badeorten der
Blumenriviera diese Kulturlandschaft zwischen Imperia und Veintemiglia für
sich zu entdecken.
Auf einer Küstenlänge von vielleicht 100 Kilometern reiht
sich Tal an Tal, in denen sich die Wasser aus den ligurischen Bergen in das
Mittelmeer ergießen: überall Olivenhaine ,-wälder, -plantagen (Bild 1).
Bild 1
Eine
beeindruckende Kulturlandschaft, die seit Jahrhunderten von den Bewohnern
erschaffen und ausgebaut wurde. Nur ganz unten an den Flussläufen
verschandeln hier und da Blumenzuchtbetriebe das Bild des Besuchers.
Blumenriviera? Das müssen denn doch andere Zusammenhänge sein, die diesen
blumigen Namen begründen. Für die Liebhaber der oberen Flusstäler mit den
zahlreichen romantischen, manchmal spektakulären Bergdörfern wäre
Olivenriviera fraglos zutreffender.
Was nun braucht der Entdecker in seinem Tornister? Wir empfehlen auf jeden
Fall die festen Wanderstiefel für Sie und Ihn, die sommerleichten
Trägerkleidchen für Sie, Sonnengläser für beide. Ein bisschen
Insektenabweisungscreme wäre durchaus nicht verkehrt, denn der eine oder
andere liebliche Flusslauf während der Eroberungstour ist gern auch Heimat
der kleinen Stecherlinge.
Lassen Sie Ihn ruhig einen kleine Rucksack
aufschnallen - vielleicht mit Wasserflasche, 2 Äpfeln, 3 Keksen, einem
Fernglas und einer handlichen Kamera.
Bild 2
Badeklamotten können Sie vorerst in Bellisimi lassen. Zurück von der
Oliven-Bergdorf-Wildbach-Panoramablick-Tour packen sie diese nebst
Handtücher rasch in seinen Rucksack und 20 Minuten später liegen sie in der
Abendsonne am Badehafen von Imperia (Bild 2) und blinzeln in die
untergehende Sonne über dem blauen Meer. Klar, man kann auch ein paar
erholsame Züge schwimmen oder einfach im Wasser liegen.
Bild 3
Einmal in Imperia
nimmt man rasch für die kommenden Tage eine Stiege superfrischer Tomaten
mit. Der Bauer steht unten am Hafen und gibt sie ihnen für ;-),
notfalls auch für 3 ;-))).
Die sind so erotisch aromatisierend(Bild 3),
dass Er und Sie sich natürlich mit Käse und Oliven (!), Brot und dem
Fläschchen Rotwein ein Plätzchen neben dem Anglerkönig(Bild 4) der
Hafenflaniermeile des Imperia-Stadtteils Ognelia suchen und sich in die
späten Abendstunden hineinträumen(Bild 5).
Bild 4
Dann schnalle Er mal den Rucksack auf, Sie raffe gekonnt das spärliche
Kleidchen und schon geht es talwärts auf den historischen Eselpfaden durch
die Olivenwälder und Flusstäler hinunter nach Dolcedo(Bild 6).
Ja, Eselpfade
und Terrassenlandschaften mit Millionen von Steinen von Menschenhand
geformt. Esel kann man hier und da noch besichtigen, aber der
moderne Mensch vor allem die Spezie Olivenbauer- bewegt sich nun
motorisiert auf abenteuerlichen Fahrzeugen, die den Bedingungen der
Eselpfade angepasst wurden. Wir fragen uns auf den Touren dennoch, wie die
Bauern manche tollkühnen Pfade in den Olivenpflanzungen bewältigen.
Bild 5
Wenn wir auf einer der Natursteinbrücken, die sich über das Flusstal wölben
unseren Apfel verzehren oder ein Wässerchen trinken, dann finden wir, dass
die Menschen hier mit Steinen, Oliven und Eseln ein wunderbares Plätzchen
Erde geschaffen und erhalten haben.
Bild 6
Wir fühlen die alten Steine und die
knorrigen Baumstämme und bizzarren Verästelungen alter Olivenbäume und
wissen, dass Menschenhand sorgsam mit der Natur umgehen und sie nutzen kann.
Angekommen in den alten Steingewölben des Städtchen Dolcedo (Bild 7) trinken
wir im Straßencafé eine köstliche Naturlimonade, verpassen den Bus
natürlich, weil dieser erst in 4 Stunden wieder die Serpentinen Richtung
Bellisimi erklimmt und setzen uns also an die Kreuzung am Ortseingang.
Bild 7
Sie
rafft noch mal das Sommerkleidchen und Er hält den Daumen raus. Schwubs, da
halten die Schweizer Nachbarinnen auf Zeit an und nehmen beide mit in unser
"bellisimi" Dorf zum Einpacken der Badeklamotten und ab an die
Blumenriviera nach Imperia
Bild 8
Wenn wir am anderen Morgen in Bellisimi aufwachen, sind wir vollkommen
urlaubsseelig, freuen uns auf die nächsten Eselpfade und den Abend in
Imperia und möchten nie wieder anderswo sein(Bild 8).